Was wählen Schwule und Lesben?
Sechs Parteien haben bei der NRW-Wahl Chancen in den Landtag einzuziehen.
Zur Homo-Politik haben alle was zu sagen – manche mehr, manche weniger.
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Am wenigsten engagiert zeigt sich die CDU: Im letzten Jahr stimmten die Konservativen als einzige Fraktion gegen die Gleichbehandlung von eingetragenen Lebenspartnern mit Eheleuten im Landesrecht. In der Debatte stellte der Abgeordnete Daniel Sieveke die abstruse Behauptung auf, dass die Gleichstellung von Schwulen und Lesben die heterosexuelle Ehe kaputt mache. |
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Ohnehin kommen Schwule und Lesben im Wahlprogramm der NRW-Piraten praktisch nicht vor – außerdem zieht die schnell wachsende Partei auch Homo-Gegner wie Rainer Klute an, dem ehemaligen Pressesprecher der NRW-Piraten. Der evangelikale 50-Jährige hält Evolution für Blödsinn und Homosexualität für eine Sünde, die nicht vom Staat begünstigt werden dürfe. Dann gibt’s noch FDP und Linke, die in Umfragen meist unter der Fünfprozenthürde herumkrebsen: Beide sind homofreundlich, beiden fehlt aber jegliche Machtperspektive, selbst wenn sie ins Parlament einziehen: Die FDP hatte in der letzten CDU/FDP-Koaltion unter Jürgen Rüttgers fünf Jahre lang den massiven Abbau der Community-Landesmittel in dieser Regierungsperiode mit zu verantworten. |
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