Kampf gegen Homophobie an Schulen: SchLAu in NRW wird stärker gefördert
Schulministerin Sylvia Löhrmann: „Es ist wichtig, dass in unseren Schulen ein Klima geschaffen wird, in dem alle Kinder und Jugendlichen verschieden sein können“
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dar. Noch immer sind homosexuelle Schüler Opfer von verbaler und körperlicher Gewalt. Doch Benjamin Kinkel (Foto rechts), neuer Landeskoordinator von SchLAu NRW, kennt immer mehr Schulen, die dagegen etwas tun wollen. Zum Beispiel durch SchLAu-Teams aus jungen Schwulen und Lesben, die ehrenamtlich in die Schulen gehen und Lehrer bei der Aufklärung unterstützen. In deren Workshops wird zum Beispiel über Klischees gesprochen oder auch über Homosexualität und Migration. Zentrales Element ist aber ein gemeinsames Gespräch. Schüler erkennen darin, dass sie oft die gleichen Gefühle und Sehnsüchte haben wie homosexuelle Mitschüler. Auch die neue Bundesstiftung Magnus Hirschfeld scheint sich Gedanken über das Leben junger Homosexueller zu machen. Für deren Vorstand Jörg Litwinschuh ist das Thema „ein ganz besonderes Anliegen“. Man glaubt es ihm sofort, denn er sagt es sehr engagiert.
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Dank rot-grüner Landesregierung hat SchLAu NRW (Schwul Lesbische Aufklärung NRW) mit Benjamin Kinkel/Fotos links) jetzt einen hauptamtlichen Landeskoordinator. Arbeit gibt es genug: Neugründungen von SchLAu-Teams, deren Unterstützung und auch die stärkere Vernetzung im Bund. Zu Gute kam ihm beim Start seine langjährige Arbeit bei SchLAu. So kannte er die wichtigsten Player und die kannten ihn. Begonnen hat er vor drei Jahren im Team Münster, wurde dann Sprecher auf Landesebene. Damals ehrenamtlich neben dem politikwissenschaftlichen Studium, nun mit voller Energie und für Geld. Zurzeit sucht SchLAu NRW wieder engagierte junge Leute als neue Aufklärer, da sie wachsen und ältere Mitarbeiter laufend ausscheiden. |

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Dein Kommentar zum Artikel
hier habt ihr wie ich finde ein sehr gutes und vor allem aber ein notwendiges Projekt vorgestellt. Leider müssen immer noch zu viele Schüler unter Mobing und Gewalt aufgrund ihrer Sexuellen Orientierung in den Schulen leiden. Das sind vor allem die Punkte an denen Politiker und Ehrenamtlich ansetzen müssen. Hier ist SCHLAU schon ein guter und lohnenswerter Ansatz um die Jugendlichen aufzuklären. Nur bringt die beste Aufklärung von Schülern und Jugendliche nichts solange es Lehrer gibt die bei Mobing und Gewalt wegschauen oder noch Ansichten zum Thema Sexualität vertreten die nicht mehr unserer Zeit entsprechen. Hier ist ein Wichtiger Anstatz Punkt für die Politiker Lehrer müssen sich Regelmassig Fortbilden um mit der Zeit zu gehen und nicht immer hinter der Zeit herzugehen. Nehmen wir mal das Beispiel der Ärzte und Pflegekräfte sie sind auch verpflichtet sich regelmässig Weiterzubilden Medizinisches Wissen hat eine Halbwertszeit von max. 5 Jahren danach sind schon viele Dinge wieder überholt oder Entsprechen nicht mehr den Wissenschaftlic hen stand unserer Zeit. Genau so müssen sich auch unsere Lehrer weiterbilden damit sie immer auf dem neusten Stand der Zeit sind und unsere Kinder Adäquat ausbilden. Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Investition in Bildung und Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft.
Liebes SCHLAU Team macht weiter so.
Du machst auf einen ganz wichtigen Punkt aufmerksam: Lehrer sind für Schüler Vorbilder. Wenn Lehrer sich nicht outen (wollen, können), sie wegschauen, sie bei verbaler oder körperlicher Gewalt nicht eingreifen, dann werden es auch Schüler nur in Ausnahmefällen machen.
Lehrer, egal ob homosexuell oder heterosexuell, sollten das Thema Coming-out und Homosexualität von sich aus thematisieren und offen damit umgehen. Es würde vieles erleichtern.
Vielleicht gehen dann irgendwann auch einmal die Selbstmordraten junger Schwuler und Lesben zurück. Vor einiger Zeit las ich, dass jeder Fünfte homosexuelle Schüler einen Selbstmordversu cht unternommen hat.